INTERNAZIONALIZZAZIONE - CAMERA DI COMMERCIO DI ASCOLI PICENO

seguici su:

Das Piceno

Die Reiseroute nimmt ihren Anfang in der im Herzen Mittelitaliens gelegenen Region der Marken.
Der Landstrich zwischen den Bergen des Apennin und dem Meer ist geprägt durch seine liebliche Hügellandschaft, die sich hinab bis zur Adriaküste erstreckt.
Von der dichten Besiedelung dieses geschichtsträchtigen Bodens zeugen noch heute die über 400 aus Backstein oder Stein erbauten Ortschaften, die besonderen Schutz verdienen.
Hinter ihrem einheitlichen Äußeren verbirgt sich eine ebenso originelle wie innovative und vielfältige städtische Architektur, die immer wieder überrascht: kontemplative, anheimelnde Plätze, herrliche historische Theater, Museen und Pinakotheken sowie religiöse und profane Bauten von hohem ästhetischem und künstlerischem Wert.
Die Ortschaften fügen sich harmonisch in die umgebende Natur ein, deren geometrische Formen von derselben Sorgfalt zeugen, die auf die Architektur der historischen Orte verwandt wurde: Vereinzelte Gehöfte prägen das Landschaftsbild ebenso wie die bestellten Felder der Bauern, die im Laufe der Jahrhunderte der Gegend einen so schönen und gepflegten Anstrich gegeben haben, dass ihr die Mühen und Entbehrungen nicht mehr anzusehen sind.
“Das Land der Mütter” hat der einheimische Maler Osvaldo Licini das Piceno genannt, 1958 Preisträger der Biennale von Venedig und profunder Kenner der hiesigen Landschaft, die er in vielen Werken verewigte.
Die lieblichen Rundungen der Hügel dieses Landstrichs, der warme Charakter seiner Weine, die versteckten Liebeserklärungen seiner Küche und die zarten Rosatöne seiner aus Backstein erbauten Ortschaften verleihen ihm einen einladenden, anheimelnden Charakter.
Das Land der Mütter also, aber auch das Land des Geistes.
Überall ist man hier dem Himmel nahe, dank der von jedem Punkt aus sichtbaren Berge der beiden Nationalparks auf seinem Territorium.
Es ist das Land der verwirrenden, grenzenlosen Rätsel, die die legendäre Zauberin Sibilla aus den Höhlen der Sibillinischen Berge dem Reisenden ständig ins Gedächtnis ruft; das Land der rätselhaften Gesichter des Mondes, die Osvaldo Licini vielsagend als obsessive Präsenz von existenzieller Bedeutung beschrieben hat.
Ihren Anfang nimmt die Reise also in diesem Landstrich, wo sich die Gegensätze berühren und zu einem harmonischen Gleichgewicht gelangen, einem friedlichen Miteinander zwischen der schöpferischen Natur und demhomo faber.
Ihren Ausdruck findet dieses Gleichgewicht in der Landschaft, jenem außergewöhnlichen Buch, das viele Handschriften trägt.
Einer glücklich gewählten Metapher zufolge prägt die Landschaft das Gesicht einer Region.
Dieses Gesicht macht die Identität der ortsansässigen Gemeinden aus, und es ist zugleich ihre Visitenkarte: ein Dokument unter freiem Himmel, auf dem unzählige Generationen ihre Geschichte verewigt haben, und zugleich ein Denkmal mit zahllosen Botschaften und Zeichen der Zugehörigkeit.
Die Beredtheit der Landschaft, ihre Transparenz, die die kulturelle Prägung der Orte vollständig erahnen lässt, und ihre Fähigkeit, die Vielfalt der Regionen von Küste und Binnenland zu vereinen, hat sie zum wichtigsten Kulturgut des Piceno gemacht.
Sie ist das Aushängeschild des Piceno und ganzer Stolz der Einheimischen.
Das Vereinen von Gegensätzen, das Gleichgewicht von Lebensfreude und Melancholie, von Körper und Geist: Dies sind die Charakteristika, die die Seele dieses Landstrichs ausmachen.