INTERNAZIONALIZZAZIONE - CAMERA DI COMMERCIO DI ASCOLI PICENO

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Gestern und heute

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Mit seinen vielen Gedenkfeiern, historischen Veranstaltungen und Wettbewerben ist Italien das ganze Jahr über eine einzige große Bühne.
Auch das von Gebirgen und Hügelland geprägte Piceno, das wie geschaffen für eine breite Besiedelung ist, und seine Jahrtausende alte Geschichte sind Teil dieses großen Spektakels.
Jede der zahllosen Ortschaften dieses Landstrichs kann auf eine eigene Geschichte zurückblicken, an die es sich zu erinnern lohnt.
Es gibt eine breit gefächerte Palette an Angeboten, die dem Besucher die Wahl nicht gerade leicht machen, denn jedes einzelne ist auf seine Art reizvoll.

Veranstaltungen im Sommer

Palio del Duca und Sponsalia (Acquaviva Picena)
In der ersten Augustwoche erinnert man mit einer großen Feier an die Verlobung und anschließende Vermählung mit üppigem Hochzeitsbankett von Forasteria aus dem Hause der Acquaviva mit Rainaldo, genannt “Il Grosso” (Der Dicke) aus dem Geschlecht der Brunforte, die hier im Jahr 1234 stattgefunden hat.
Die Hochzeit brachte der Familie der Acquaviva großes Prestige und ermöglichte es dem Stauferkaiser Friedrich II., seinen Einfluss im Piceno zu stärken.
Vor der malerischen Kulisse der historischen Altstadt werden hier fröhliche Tänze, kulinarische Verkostungen, Spiele und Wettkämpfe zwischen den beiden Vierteln der Stadt, Aquila und Civetta, veranstaltet.

Prozession der Canestrelle (Amandola)
Es handelt sich um ein charakteristisches ländliches Fest der Bewohner des Piceno, das auf den Volksbrauch des Ernteopfers zurückgeht und dessen Wurzeln weit zurückreichen.
In einer Prozession tragen die Teilnehmenden mit Bändern geschmückte Strohkörbe – die Canestrelle – mit Getreide und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die dem Seligen Antonio dargebracht werden sollen, in die zentral gelegene Kirche Sant’Agostino.
In der bäuerlichen Kultur soll durch die Darbringung von Ackererzeugnissen als Opfergaben der Göttlichen Vorsehung für die reiche Ernte gedankt werden.
Das Ernteopfer wird indirekt, über die Vermittlung des Seligen Antonio, dargereicht.


lanterneDie Festa Bella (Spelonga in Arquata del Tronto)
Diese Feier, die im Dreijahresrhythmus in der letzten Augustdekade stattfindet, erinnert an die Teilnahme zahlreicher Einwohner Spelongas an der Schlacht von Lepanto im Jahr 1571 n. Chr. Bei dieser Gelegenheit eroberten diese die Kriegsflagge eines türkischen Schiffes, die heute in der Kirche Santa Agata bewahrt wird.
Bekleidet mit einer roten Uniformjacke machen sich 150 Dorfbewohner zu diesem Anlass zu Fuß auf in die Laga-Berge, in das ausgedehnte Waldgebiet des Bosco Martese, um einen gewaltigen Baum von mindestens 25 Metern Höhe zu fällen.
Der Baumstamm soll als Großmast für das Modell eines christlichen Schiffes dienen, das auf dem Dorfplatz errichtet wird.
Seinen Höhepunkt erreicht das Fest, wenn der Mast unter Zuhilfenahme von Tauen und Leitern aufgerichtet und auf dem “Schiff” befestigt wird.

Die Ankunft der Feen (Pretare in Arquata del Tronto)
Alle drei Jahre lockt dieses originelle Volksfest viele Schaulustige an den Fuß der Steilhänge des Monte Vettore.
Der phantasievolle Ablauf der Veranstaltung erinnert an die Entstehung der Ortschaft Pretare und enthält Anklänge an die Legenden der Sibillinischen Berge, die schon seit dem Mittelalter Besucher angelockt und für sich begeistert haben.
Bei dem Spektakel haben alle Sagenhelden dieser Region ihren Auftritt: die Zauberin Sibilla, die Feen, zugleich traumhafte und dämonische Wesen, die Hirten und nicht zuletzt der unbekannte Ritter Guerin Meschino.

Die Nacht von San Lorenzo (Paggese in Acquasanta Terme)
Das Fest erinnert an die historischen Kampfhandlungen von August 1445, als Pietro di Vanne, Herrscher von Luco, an der Spitze seiner Gebirgstruppe nach Ascoli Piceno kam, um Rinaldo da Folignano, den Halbbruder von Francesco Sforza, zu bekämpfen, und die Souveränität des Papstes in Rom zu bestätigen.
Während der Feierlichkeiten findet ein beeindruckender Umzug in historischen Kostümen mit Trommlern und Fahnenschwenkern statt.
Zum Abschluss kann man überall in den Straßen des mittelalterlichen Dorfes kulinarische Köstlichkeiten probieren.

Die Giostra della Quintana (Ascoli Piceno)
Die Veranstaltung zu Ehren von Sant’Emidio, dem Schutzheiligen der Stadt, hat eine sehr lange Tradition, die 1955 wiederbelebt wurde.
Auch über die Grenzen des Landes hinaus ist sie zu Recht zu einiger Berühmtheit gelangt und hat sich zudem zu einer der bekanntesten historischen Feste Italiens entwickelt, nicht zuletzt dank des eindrucksvollen Umzugs mit mehr als 1200 Darstellern in historischen Trachten.
Die Nachstellung der Giostra (eines unblutigen kriegerischen Turniers) geht auf das 14. Jahrhundert zurück und findet ihren Höhepunkt in dem Lanzenstechen der sechs Ritter, die die Stadtviertel von Ascoli Piceno repräsentieren.
Die eigentliche Giostra aber besteht in einem Lanzenturnier, bei dem die Ritter die in der Mitte der Wettkampfarena aufgestellte überlebensgroße Figur eines Sarazenen treffen müssen.
Die Feierlichkeiten, an denen die gesamte Stadt teilnimmt, beginnen bereits am Vortag mit den Wettkämpfen zwischen Fahnenschwenkern und Bogenschützen, dem Anzünden der Kerzen zu Ehren des Bischofs der Stadt und der Segnung der Pferde auf dem Domplatz.

Die Templaria (Castignano)
Die Ordensbruderschaft der Armen Ritter Christi vom Salomonischen Tempel, besser bekannt als Templer, wurde im Jahr 1118 von neun Rittern unter der Führung von Hugo von Payens sowie von Anhängern des Benediktinerordens ins Leben gerufen, die die Pilger auf ihrem Weg nach Jerusalem gegen die Sarazenen verteidigen wollten.
Innerhalb kurzer Zeit wurde der Orden zu einer ernstzunehmenden militärischen und wirtschaftlichen Macht, bis er 1307 gewaltsam aufgelöst wurde.
Die Ritter des Templerordens hatten sich in Castignano niedergelassen, da die Ortschaft eine wichtige Etappe für Pilger war, die von Rom kamen und auf dem Weg zu den Verschiffungshäfen ins Heilige Land waren.
Die Templaria ist nicht nur ein historischer Gedenktag, sondern ein prächtiges Mittelalterfestival mit Musikveranstaltungen, Theateraufführungen und Tänzen, und dies alles vor mittelalterlicher Kulisse aus historischen Handwerkerläden, Märkten und Themenbanketts.

Die Sacra Giubilare (Grottammare)
Diese historische Feier begeht man hier jedes Jahr, wenn der 1.
Juli auf einen Sonntag fällt.
Das Fest dauert eine ganze Woche und hat ihren Ursprung im Jahr 1175.
Damals suchte das Schiff von Papst Alexander III., das in einen Sturm geraten war, Zuflucht im Hafen von Grottammare.
Als Zeichen der Dankbarkeit gegenüber den Mönchen der nahen Abtei San Martino, die ihn aufgenommen hatten, gewährte der Papst denjenigen, die an den Feierlichkeiten acht Tage vor und nach dem ersten Juli teilgenommen hatten, einen Plenarablass, wenn dieser auf einen Sonntag fiel.

Der Ritt der Assunta (Fermo)
Mit dem Ritt (oder Palio) der Assunta wird einem Ereignis aus dem Jahr 1436 gedacht, als ein gewisser in Fermo lebender Giovanni di Maestro Ugolino aus Mailand den Miniaturkodex Messale de Firmonibus schrieb, der eine detaillierte Darstellung des Ritts zu Ehren der Assunta enthielt.
Teil der Veranstaltung ist die Ernennung der Prioren der zehn teilnehmenden Stadtviertel, die Übergabe des Palio (des Siegerbanners), die “Tratta dei Berberi”, also die Zuweisung der Pferde an die einzelnen Stadtviertel, und die feierliche Prozession zum Dom.
Dort findet die Segnung des Palio statt, und das spannende Rennen durch die Straßen der Stadt kann beginnen.
Zu den verschiedenen Attraktionen der Feier gehört auch ein Wettkampf im Bogenschießen.

Der Wettstreit um den Eimer (Sant’Elpidio a Mare)
Dieses älteste historische Fest der Marken erinnert an die vom Rat der Prioren angeordneten unblutigen Wettkämpfe, um die Streitigkeiten unter den Frauen des Ortes zu schlichten, die um die Nutzung des einzigen Brunnens der Stadt entbrannt waren.
Der Wettstreit, in dem sich die vier Stadtviertel miteinander messen, wird eingeleitet durch die Ernennungszeremonie des Stadtherrn, des so genannten Capitano del Popolo, sowie durch einen historischen Umzug mit mehr als 800 Teilnehmern.

Das Ritterturnier von Castel Clementino und das Ringturnier Giostra dell’Anello(Servigliano)
Mit dem historischen Kostümfest wird der Abtretung der San Gualtiero-Ebene an die Gemeinde Servigliano durch den Abt von Farfa gedacht, die im Jahr 1450 stattfand.
Nach einem Umzug in historischen Kostümen und verschiedenen Wettkämpfen liefern sich die Ritter der fünf Stadtviertel ein Lanzenturnier, bei dem es gilt, auf einem Parcours in Form einer Acht zwölf unterschiedlich große Ringe innerhalb von vier Runden aufzuspießen.

Veranstaltungen im Winter (Karnevalsfeiern)

Der Karneval wird im Piceno ebenso ausgiebig wie ausgelassen gefeiert, sowohl bei privaten Veranstaltungen als auch in der Gemeinde, wo authentische Volksfeste zahllose Besucher anlocken.
Jede Stadt hat ihren eigenen Karneval mit einem genau festgelegten Veranstaltungsprogramm.
Aber besonders in vier Städten sind daraus mit der Zeit echte, traditionsreiche Feiern geworden.

Der Karneval in Ascoli Piceno zeichnet sich nicht nur durch seine Größe aus – auf der Piazza del Popolo und in den Gassen der historischen Altstadt versammeln sich Tausende von Erwachsenen und Kindern in Karnevalskostümen -, sondern auch durch – scheinbar – improvisierte Aufführungen, die an die Commedia dell’Arte erinnern.
Einzelne oder kleine Gruppen bringen unterhaltsame Szenen auf die Bühne, stellen bizarre Figuren dar und führen kabarettistische Sketche auf.
Die Stücke werden durchgehend im Ascolaner Dialekt vorgetragen und nehmen die Mächtigen und Einflussreichen, Politiker und illustre Persönlichkeiten der Stadt, aufs Korn.
Die Zuschauer werden Teil dieses Spektakels echter Volksdemokratie, dessen krönenden Abschluss ein Wettbewerb bildet, bei der das “schönste” Kostüm prämiert wird.

Der Karneval in Offida lässt die alten Glück bringenden Feiern der griechischen und römischen Antike wieder aufleben, bei denen das gesamte öffentliche Leben still stand und man sich einer allgemeinen sorglosen Ausgelassenheit hingab.
Das “Ritual” beginnt zwei Wochen vor dem eigentlichen Karneval, unter reger Beteiligung der gesamten Bevölkerung.
Am Gründonnerstag wird das traditionelle Lu Bov Fint veranstaltet, eine Festivität, bei der Tausende von Dorfbewohnern in traditioneller Tracht (bestehend aus weißem Kittel und rotem Halstuch) eine Stierattrappe durch die Straßen des Zentrums treiben.
Auch diese Veranstaltung hat einen historischen Hintergrund, nämlich den Brauch der Edelleute von Offida, den Einwohnern einen Ochsen zu schenken, der dann von diesen durch die Stadt getrieben wurde, bis sie ihn eingefangen hatten.
Der Faschingsdienstag, der letzte Tag des Karnevals, ist der Zeitpunkt für die eindrucksvolle kollektive Zeremonie Li Velurd: Im Schein riesiger Fackeln aus Rohr und Stroh wird der “Tod” des Karnevals begangen.

Der Karneval in Castignano erreicht seinen Höhepunkt in einem Spektakel, mit dem der “Tod” des Karnevals eingeläutet wird: der Prozession der Li Moccule, einer Art Spinnrocken, die aus einem Rohr, buntem Seidenpapier und Kerzenstummeln gefertigt werden.
Der lange Umzug zieht sich durch die Gassen der Stadt, bis die Moccule schließlich bei einem großen Lagerfeuer vollständig verbrannt werden.

Der Karneval von San Benedetto del Trontomacht besonders durch seine Parade allegorischer Wagen mit beweglichen Figuren aus Pappmach� von sich reden, begleitet von Dutzenden von Kostümierten, die auf den Wagen mitfahren oder in der Prozession mitlaufen.
Der Umzug findet an der Uferpromenade statt, vor der atemberaubenden Kulisse des palmengesäumten Sandstrandes, und lockt jedes Jahr Tausende von Menschen aus den angrenzenden Ortschaften und zahllose Schaulustige an.

cavallo_fuocoVeranstaltungen im Frühling

Das Cavallo di fuoco (Ripatransone)
Während der Osteroktav (der Woche nach Ostern) findet in der Stadt ein großes Feuerwerk statt, das Cavallo di fuoco, ein mitreißender volkstümlicher Brauch, mit dem die Bewohner der Stadt ihre Verehrung für die Jungfrau Lauretana bekunden.
Traditionell geht der Ursprung dieses Festes auf das ausgehende 17. Jahrhundert zurück, als ein eigens für die Feierlichkeiten bestellter Feuerwerker, um das Volk zu unterhalten, auf einem über und über mit Feuerwerkskörpern beladen Pferd mehrere Runden über die Piazza ritt und dabei Feuerstrahlen und alle nur erdenklichen Sonderbarkeiten produzierte.
Das Schauspiel begeisterte die Einwohner so sehr, dass sie es jedes Jahr wiederholen wollten.
Heute wird allerdings eine mit Feuerwerkskörpern gefüllte Pferdeattrappe verwendet, die hinter der Kapelle Einzug auf der Piazza hält, durch die Menge geführt wird und vor dem Dom am Schweif in Brand gesteckt wird.

Armata di Pentecoste – Sci� la Pica(Monterubbiano)
Mit diesem Fest gedenken die Picener ihrer Vorfahren, die einst einem heiligen Ritual zu Ehren des Gottes Mars, dem ver sacrum, folgten und geleitet von einem Specht (picus), dem heiligen Vogel des Gottes, ihre Heimat verließen.
Während der Pfingstfeierlichkeiten tragen die Bauern, die so genannten zappaterra, angetan mit ihrer traditionellen Arbeitskleidung, einer weißen, lu guazzar� genannten Schürze, in einer feierlichen Prozession eine pica (Elster) durch den Ort, in dem ausgelassene Volksfeststimmung herrscht.
Diese Tradition, die nachweislich heidnischen Ursprungs ist, verband sich mit anderen Brauchtümern: Bei dem religiösen Brauch derceri magni werden der Madonna del Soccorso mit Blumen und Früchten verzierte große Kerzen geweiht, die von den Zünften gestiftet wurden; der mittelalterliche Brauch der Armata di Pentecoste erinnert an eine antike Schlacht um die Freiheit der Stadt.
Abschluss und zugleich Höhepunkt der Veranstaltung ist das Ringturnier, bei dem die Ritter, die die einzelnen Zünfte repräsentieren, gegeneinander antreten.