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DER LANDSTRICH DER MÖNCHE VON FARFA


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Der Tourenvorschlag führt über 22 km durch die Ortschaften, die aus den ersten Benediktinersiedlungen im Piceno entstanden sind: Santa Vittoria in Matenano, Montelparo, Montefalcone Appennino und Force.
Die Geschichte der bedeutenden Benediktinerabtei Farfa in der Sabina ist eng mit der des Piceno verwoben: Nachdem die Abtei in den 90er Jahren des 9. Jahrhunderts über sieben Jahre lang von den Sarazenen belagert worden war, suchten die Mönche unter der Führung von Abt Piero Zuflucht in Rom und Rieti und auch im Piceno, in der Gegend um Fermo.
Die Mönche aus Farfa ließen sich auf dem Hügel Matenano nieder, wo sie zu Ehren ihrer Schutzheiligen, deren Reliquien sie hierher überführen ließen, die Ortschaft Santa Vittoria gründeten.
Zusammen mit den oben angeführten Siedlungen bildete sie einen mächtigen Schutzwall, das Bollwerk einer Besiedelung, die von den Sibillinischen Bergen bis an die Adriaküste reichte und sich immer weiter gen Norden und Süden ausdehnte.
Dies war die Keimzelle des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufschwungs der gesamten Region.
Die Mönche trugen entscheidend zur Förderung der Landwirtschaft und zum Wohl der Gemeinschaft bei, indem sie etwa eine neue Form der Bewirtschaftung der Landgüter einführten, die Halbpacht.
Die Passionsgeschichte erzählt, dass die Heiligen Victoria und Anatolia sich weigerten, zwei Patrizier zu heiraten, weil sie sich Gott geweiht hatten.
Daraufhin wurden sie von diesen mit der Billigung des Kaisers ins Exil in der Sabina verbannt.
Genauer gesagt wurde Victoria in die Stadt Trebula Mutuesca (Monteleone Sabino) verbannt.
Dort hauste ein Drache, dessen heißer, übelriechender Atem Menschen und Tieren den Tod brachte.
Auf Drängen Domizians, des Herrschers des Ortes, vertrieb Victoria den Drachen im Namen Jesu Christi und bekehrte das Volk der Sabiner.
Im Jahr 253 wurde sie gemartert, und seitdem entspringt aus der ehemaligen Drachenhöhle eine Quelle.

Die heutige Ortschaft Montelparo geht wohl auf das frühe Mittelalter zurück, sie wurde von dem Langobarden Elprando gegründet.
Der Ort, vom 8. bis 13. Jahrhundert Lehnsgut der Abtei Farfa, weist nur noch wenige Überreste der Stadtmauern auf, bewehrt mit Wachttürmen, von denen einer zum jetzigen Palazzo Comunale gehört.
Zu den hübschen Kirchen des Dorfes zählen die hoch über dem Dorf gelegene San Michele Arcangelo aus dem 15. Jahrhundert und Santa Maria Novella, die ein Gemälde von Vincenzo Pagani birgt.
In der Kirche Sant’Agostino befindet sich die historische, mehr als hundert Jahre alte “Ciccolani-Orgel”.
Das ehemaligen Kloster Sant’Agostino ist heute Sitz eines Museums für Devotionalien, und im Augustinerkloster findet die DauerausstellungMestieri Ambulanti su biciclette (Straßenhändler auf dem Fahrrad) statt.
Die originelle Ausstellung, die in Europa ihresgleichen sucht, besteht aus über 40 Original-Fahrrädern in sehr gut erhaltenem Zustand und umfasst auch Geräte und Zubehör
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aus damaliger Zeit.
Die Ausstellungsstücke wurden Anfang des 20. Jahrhunderts hergestellt oder umgearbeitet und dienten als Fortbewegungsmittel für alle Arten von ambulanten Händlern, die heute nicht mehr im Straßenbild zu finden sind: ob Scherenschleifer, Flickschuster oder Eismann, Milchhändler oder Schirmverkäufer.

Nur wenige Minuten entfernt liegt Santa Vittoria in Matenano, eines der Zentren, von denen aus sich die Flüchtlinge aus Farfa über das Piceno und die Provinz Macerata verbreiteten.
Der Hügel von Matenano bot sich aufgrund seiner strategisch günstigen Lage hoch über dem Aso-Tal und dem Tenna-Tal als Siedlungsort an, zumal er im Süden durch einen steilen Abhang geschützt ist.
Der Niedergang der Anfang des 10. Jahrhunderts gegründeten Ortschaft begann im 12. Jahrhundert, als ihr Einzugsgebiet direkt dem Kirchenstaat unterstellt wurde.
Bedingt durch eine Reihe von Erdrutschen stürzten das Kloster und die Kirche Santa Vittoria im 18. Jahrhundert ein.
Im Innern der Ende des 18. Jahrhunderts erbauten Auferstehungskirche (Chiesa della Resurrezione) kann man noch heute das Oratorium der Mönche aus Farfa besichtigen, das als Cappellone degli Innocenti bekannt ist.
Es ist mit Fresken aus dem 15. Jahrhundert geschmückt und birgt die Urne mit den sterblichen Überresten der Heiligen.
Am von Adelspalästen gesäumten Corso Matteotti liegt die Kirche Sant’Agostino mit dem Kloster, heute Sitz der Gemeindeverwaltung.

Montefalcone Appennino liegt in strategischer Position auf dem Steilhang eines Sandsteinfelsens, der für seine fossilen Funde bekannt ist.
Hier erbaute man die erste befestigte Ortschaft und die Festung.
Das Wohnviertel entstand weiter unten, unter dem Festigungsbau, sie entwickelte sich rund um die Kirchen San Michele Arcangelo – benannt nach dem Schutzheiligen des Ortes – und San Pietro.
Auf der Straße, die vom Aso-Tal hinaufführt, wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit dem Meißel ein 47 Meter langer Tunnel gebohrt, über dem heute die Kirche der Madonna delle Scalette emporragt.
Der Palazzo Felici beherbergt einen Museumskomplex sowie das Zentrum für Umwelterziehung.
Die Ortschaft ist auch als “Balkon über den Sibillinischen Bergen” bekannt und stille, gewundene Bergpfade, auf denen sich dem Besucher atemberaubende Aussichten eröffnen, verleihen ihr ihren besonderen Charakter.
Unweit von hier liegt Smerillo, eine weitere Ansiedlung der Mönche aus Farfa aus dem 10. Jahrhundert, die später eine der Verteidigungsburgen der Abtei Santa Vittoria wurde, bevor sie in den Machtbereich von Fermo gelangte.
Auf einem schmalen Pfad erreicht man dieFessa fossilifera, einen engen Pass in der Sandsteinwand, die zahlreiche Fossilien aus dem Pliozän birgt.
Eine weitere Attraktion des Ortes ist das Landschaftsschutzgebiet Bosco di Smerillo.

Die Ortschaft Force ist zwischen dem Aso-Tal, dem Tesino-Tal und dem Tronto-Tal gelegen – ihr Name leitet sich von dem Begriff “forca” ab, der einen engen Bergpass bezeichnet.
Die Ursprünge der Ortschaft reichen sehr weit zurück.
Einst war sie freie Gemeinde, deren Freiheit in einer eigenen Satzung garantiert wurde.
Bekannt ist die Ortschaft für die Kunstfertigkeit ihrer “ramai”, die sich auf das Schmieden und die Bearbeitung von Kupfer verstanden.
Man vermutet, dass die Technik der Kupferbearbeitung von den Siedlern aus Farfa hier eingeführt wurde, auch wenn einige Forscher die Ursprünge auf nicht näher bestimmbare Zigeunerstämme zurückführen.
Die Kupferschmiede von Force, die auf allen Märkten Mittelitaliens für die Qualität ihres Kunsthandwerks berühmt waren, hatten einen eigenen Jargon, den man beinahe als Geheimsprache bezeichnen könnte und der gerade wegen seines ungewöhnlichen Charakters schon immer ein beliebtes Forschungsobjekt war.