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Religiose Feste

Im Piceno werden die religiösen Feste des Jahres sehr ausgiebig gefeiert: An den zahlreichen Festivitäten, Krippen- und Passionsspielen nimmt die lokale Bevölkerung mit Begeisterung teil.
Neben historischen Gedenktagen, an denen religiöse Feiern zu Ehren des Schutzpatrons stattfinden, und den vielen wiederkehrenden Feiern und Volksfesten, mit denen landläufig besonders beliebten Heiligen der Region gedacht wird – man denke nur an die vielen ländlichen Feste zu Ehren von Sant’Antonio Abate in den Wintermonaten – finden vor allem zu den beiden wichtigsten Anlässen des religiösen Lebens stimmungsvolle Zeremonien statt: zu Weihnachten und zu Ostern.

presepeIm Januar veranstaltet die GesangsgruppeCantori di Sant’Antonio anlässlich der Gedenkfeier zu Ehren von Sant’Antonio Abate (der so genannten Pasquella) in Acquaviva Picena eine einzigartige karitative Aktion, im lokalen Dialekt Jeme a cant� Sant’Antoniegenannt.
Bei Wind und Wetter, Kälte, Regen und sogar Schnee trotzend, ziehen die Sänger in der Gemeinde von Haus zu Haus, um Geld zu sammeln.
Dazu wurden zur Begrüßung der Almosensammler sowie zu Ehren des Heiligen auf dem Land große Freudenfeuer angezündet, die “fuochi di Sant’Antonio”.
Einst belohnten die Bürger die traditionellen Pasquella-Gesänge mit Naturalien wie Hühnern, Kaninchen, Wurstwaren, Eiern und Süßspeisen.
Die gesammelten Lebensmittel spendeten diePasquellari anschließend für das Festmahl, das für die alten Leute des Ortes ausgerichtet wurde.

Zur Weihnachtszeit, zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar, finden hier an vielen Orten Krippenspiele statt, bei denen die Geburt Jesu mit menschlichen und tierischen Darstellern aufgeführt wird.
In dem pittoresken Ambiente der Bergdörfer und der Ortschaften in den Hügeln kann man im Schein der Fackeln die mystische Atmosphäre und das Geheimnisvolle der Weihnachtszeit hautnah erleben.
Hier gibt es zahllose Aufführungen der Geburt Jesu, und einige von ihnen sind wegen ihrer landschaftlichen Kulisse besonders eindrucksvoll.
Dies trifft etwa auf die Krippenspiele im Gassengewirr des historischen Stadtkerns von Grottammare zu, aber auch auf die Aufführung in Falerone, die einer originellen Eingebung folgend in einer Ausgrabungsstätte stattfindet, vor der Kulisse der Zeit Jesu und unter Mitwirkung hunderter von kostümierten Darstellern.
Porchia, ein Stadtviertel von Montalto Marche, ist genau der richtige Ort für ein Krippenspiel, das durch seine realistische Umsetzung besticht.
Es ist so realitätsgetreu, dass sogar traditionell ein wenige Tage altes Neugeborenes die Rolle des Jesuskindes spielt.
Für die historische Veranstaltung in Comunanza ist die Teilnahme von 600 Komparsen vorgesehen, die die Geburt Jesu vor einer detailgetreuen Nachbildung der Schauplätze des damaligen Palästina nachstellen.

Großer Beliebtheit erfreuen sich auch dietraditionellen Krippenspiele, die direkt auf das erste, vom Heiligen Franz von Assisi ins Leben gerufene Mirakelspiel zurückgehen.
Das Viertel Quintod�cimo in Acquasanta Terme, bereits für sich genommen ein pittoreskes Krippenspiel, beherbergt eine Ausstellung von Künstlerkrippen, während in Cupra Marittima, im Gebäude der aus dem 16. Jahrhundert stammenden Kirche Santa Annunziata, die Dauerausstellung einer großen Krippe stattfindet.
In 19 sehr detailgetreuen, nach der Technik der katalanischen Schule gefertigten Dioramen werden darin Szenen aus dem Leben Jesu dargestellt.

Jedes Jahr aufs Neue finden während der Karwoche, vor der malerischen Kulisse der Städte und Dörfer des Piceno, Passionsspiele, religiöse Riten, Prozessionen und österliche Volksfeste statt.
Das Veranstaltungsprogramm ist breit gefächert, und eine beträchtliche Zahl der über dreitausend Osteraufführungen in Italien wird allein im Piceno angeboten.
Bei den Veranstaltungen auf den Plätzen, in den Straßen und Kirchen des Piceno wird die Passionsgeschichte, die von Leiden, Tod und Auferstehung Christi erzählt, unter Beteiligung der gesamten Umgebung zur Aufführung gebracht.
Allen gemeinsam ist der rote Faden, der den Ablauf des Spektakels bestimmt: vom leidvollen Beginn mit der Passion Christi bis zum feierlichen Finale mit einem fröhlichen Osterspektakel und den Festbanketten am Ostermontag.
In Monte San Pietrangeli findet traditionell eine historische Aufführung der Passion Christistatt.
Bei den mitreißenden Passionsspielen vor dem Hintergrund der herrlichen Kirche Santi Lorenzo e Biagio, einem neuklassizistischen Meisterwerk von Giuseppe Valadier, wird besondere Sorgfalt auf Bühnenbild, Kostüme und musikalische Gestaltung verwandt, und bei Einheimischen und Besuchern finden sie großen Anklang.

Zu den weiteren sehenswerten Veranstaltungen der Region zählen die feierlichen Prozessionen des “toten Christus”, die bei den Gläubigen besonders beliebt sind.
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Der Zug der Gläubigen zieht sich für gewöhnlich in gemächlichem Tempo zum Klang der Musikkapelle, manchmal auch in Begleitung kostümierter Teilnehmer, durch die Straßen des Ortes.
Dabei ist die Figur des toten Christus auf einen antiken vergoldeten Baldachin gebettet, oft ein wahres Meisterwerk der Schnitzkunst.
Besonders empfehlenswert sind die Prozessionen von Ripatransone, die in geraden Jahren stattfindende Prozession von Monterubbiano und die von Grottammare, die im dreijährigen Rhythmus veranstaltet wird.
Begleitend zu den Festivitäten rund um den Leidensweg und den Tod Christi sind religiöse Feiern wie Le Madonnelle von Acquasanta Terme und La Desolata von Monte Giberto zu nennen.
Mit dem fröhlichen Gedenktag des Fronleichnam endet der Reigen der Osterfeierlich-keiten, und es wird das Sakrament der Eucharistie gefeiert.
In vielen Ortschaften des Piceno findet zu diesem Anlass die Infiorata, das Blumenfest, statt, bei der aus Tausenden von Blütenblättern in allen nur erdenklichen Farben ebenso außergewöhnliche wie vergängliche Kunstwerke auf den Straßen geschaffen werden.
Besonders sehenswert sind die Infiorate von Amandola, Montefiore dell’Aso, Ortezzano und