INTERNAZIONALIZZAZIONE - CAMERA DI COMMERCIO DI ASCOLI PICENO

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Kreativ- Werkstatten

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Die Marken, und das Piceno in besonderem Maße, gelten als vorbildlich, was das Zusammenspiel von korrekter Unternehmensführung und Kreativität betrifft.
Einige Regionen sind von nationaler Bedeutung für bestimmte Branchen, vor allem im Bekleidungs- und Modesektor sowie bei einigen Nischenprodukten, die nur einen begrenzten Marktanteil haben, aber aufgrund ihrer Qualität und äußerst phantasievollen Verarbeitung sehr gefragt sind.
Ohne die Leistung der hochbegabten Stylisten des Piceno schmälern zu wollen, sind doch die eigentlichen Keimzellen einheimischer Kreativität die einfachen Handwerksbetriebe der Kupferschmiede, die Straßen, in denen die Spitzenklöpplerinnen an ihrer Handarbeit sitzen, oder die Werkstätten, in denen die Töpfer ihre Handwerkskunst ausüben.
Diese Stätten des Kunsthandwerks sind nicht nur lohnende Ziele für Reisende auf der Suche nach Souvenirs -hier kann man auch eine Welt erleben, die in gewisser Hinsicht zeitlos ist und in der jeder Handgriff Ausdruck einer seit Generationen überlieferten Kunstfertigkeit ist.
Man muss an die Worte des Architekten Renzo Piano denken, der einmal gesagt hat: Ewigkeit erlangt man nicht nur durch die Materialien, sondern auch durch die ständige Wiederholung bestimmter Handgriffe, die dauerhafter ist als jeder Marmor.

Für einen Streifzug durch die Stätten des Kunsthandwerks bietet es sich an, mit demSchusterhandwerk zu beginnen.
In den nördlichen Regionen des Piceno, die für die Produktion hochwertiger Schuhe bekannt sind, gibt es ein dichtes Netz an Handwerksbetrieben, die renommierte Marken vertreiben.
Die hiesige Schuhmacherkunst kann auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken, und die anerkannte Geschicklichkeit der Künstler dieser Branche war und ist stets ein Garant für ausgezeichnete Qualität, so dass die hier gefertigten Schuhe in aller Welt gefragt sind.

Montappone, in der Provinz Fermo, ist die Hauptstadt der Strohhüte, die hier bereits seit dem 18. Jahrhundert hergestellt werden.
Die Kunst des Strohflechtens ist tief in der bäuerlichen Kultur verwurzelt, ganze Generationen haben ihr Leben der Strohernte und -verarbeitung gewidmet und in mühsamer Flechtarbeit die begehrten Kopfbedeckungen hergestellt.

Wir bleiben noch bei diesem bescheidenen “Rohstoff” und machen Halt in Acquaviva Picena, wo die geschickten Hände der Paiaroledas Stroh mit Weidenzweigen verflechten und daraus eine breite Palette an Körben und Behältern für die unterschiedlichsten Verwendungszwecke herstellen.
Heute noch wird eines ihrer handgefertigten Produkte, die “Paiarola sfarinapesce“, für den Hausgebrauch und in Gastronomiebetrieben verwendet, um den Adriafisch vor dem Braten mit Mehl zu bestäuben.

Entlang der Straßen, die in die Berge der Provinz Ascoli hinaufführen, üben die Kupferschmiede von Force und Comunanza nach überlieferten Methoden das Handwerk derKupferverarbeitung aus.
Sie schmieden ebenso ausgefallene Kunstobjekte wie schlichte Alltagsgegenstände.
Noch heute stellen die hiesigen Kupferschmiede den Callarò her, einen großen Kessel, der bei der Herstellung des Dessertweines Vino cottozum Mosten verwendet wird.

Amandola, in den Sibillinischen Bergen, ist eine Hochburg der Schnitzkunst, entstanden durch die Tatsache, dass die Bauern der Gegend darauf angewiesen waren, ihre hölzernen Werkzeuge und Gerätschaften selbst herzustellen und zu reparieren.
Die Schnitzer dieser Region haben sich schon im 16. Jahrhundert einen Namen gemacht, nicht zuletzt wegen ihrer Geschicklichkeit bei Intarsienarbeiten.

Im Tal trifft man auf die Spitzenklöpplerinnen von Offida.
Die Klöppelkunst, ein ebenso traditionsreiches wie mühsames Handwerk, hat das Städtchen auch außerhalb der Landesgrenzen bekannt gemacht.
Auch wenn diese Kunst heute nicht mehr so verbreitet ist wie einst, kann man immer noch hier und da in den Straßen der Altstadt Frauen beim Spitzenklöppeln beobachten und den wirbelnden Bewegungen der Klöppel zuschauen, die das Garn aufwickeln.

Einem Töpfer bei seiner Arbeit zuzusehen ist immer ein bewegendes Erlebnis, denn hier wird man Zeuge, wie ein einzigartiges Stück Kunsthandwerk entsteht.
Dann zu erleben, wie dem Töpfergut durch die Dekoration der letzte Schliff verliehen wird, bedeutet Einblick zu erhalten in den schöpferischen Akt selbst.
Die Töpferkunst zählt zum höchsten Ausdruck der Handwerkskunst und kann in Ascoli Piceno auf eine lange Tradition zurückblicken.
Seit der klassischen Majolika-Herstellung gehören Schnörkel und Voluten zu den Spezialitäten der ortsansässigen Töpfer, mit denen traditionell Darstellungen von Gesichtern und Stadtansichten umrahmt wurden.

Ebenfalls in Ascoli Piceno findet man eineGeigenbauerwerkstatt, die der lokalen Tradition der Herstellung qualitativ hochwertiger Geigen und Bogeninstrumente mit besonders weichem Klang zu neuem Glanz verhilft.
Der Geigenbauer ist ein hoch qualifizierter Kunsthandwerker, dessen Arbeit nicht nur den vertrauten Umgang mit verschiedenen Holzarten, sondern auch höchste Präzision bei ihrer Verarbeitung erfordert.

In der Provinz Ascoli Piceno ist noch eine weitere Tradition beheimatet, nämlich dieGoldschmiedekunst.
Sie sieht sich in der Nachfolge Pietro Vanninis, eines Silberschmieds aus dem 15. Jahrhundert, und findet ihren Ausdruck in kostbaren, handgearbeiteten Stücken, bei denen sich die fundierte Kenntnis der Verarbeitungstechniken mit der Kreativität der Kunsthandwerker verbindet.

Schließlich sei noch auf ein besonderes Charakteristikum der Region des Piceno verwiesen, die Bearbeitung des lokalen Travertinsteins.
Der Travertin wird ebenso als Baumaterial wie für Bildhauerarbeiten verwendet und hat sich in neuerer Zeit auch als Rohstoff für das Kunsthandwerk etabliert, wo es als Material für elegante Einrichtungsgegenstände dient.